Der Musikverein 03 Ober-Roden


 
  Wir machen die Musik - moderne Blasmusik mit Tradition | Dreistufiges Ausbildungskonzept | Ausbildung der Ausbilder | Großes Orchester - Konzertorchester | Leitbild der Ausbilder  

 

 

 
 

Wir machen die Musik - moderne Blasmusik mit Tradition

Seltener als früher werden wir mit dem Vorurteil der „dicke-Backen-Musik“ konfrontiert. Viele wissen inzwischen, dass Musikvereine eine sehr breite Palette musikalischer Stilrichtungen darbieten können. Zuweilen hört man auch Anklänge an den „Musikantenstadel“, das stark der süddeutschen Folklore verhaftet und sehr kommerzialisiert ist. .

Der Musikverein 03 geht einen anderen Weg. Ausgangspunkt aller Bemühungen ist die musikalische Tradition. Deshalb war es auch eine der vordringlichen Aufgaben, das vorhandene Notenmaterial zu ordnen und zu inventarisieren. Kerstin Sadler kommt der Verdienst zu, dies zum Abschluss gebracht zu haben. Problemlos kann auf ältere Notenausgaben zurückgegriffen werden. .

In zweiter Linie wird der Musikgeschmack der aktiven Musikerinnen und Musiker abgefragt, neues Notenmaterial, das oft mit Hörproben angeboten wird, vorgestellt und dann entschieden, was dem Orchester gefällt. .

Die entscheidenden Anstöße gab der frühere Dirigent Stefan Eyßen. Er hatte 1993 angekündigt, die Tradition mit der modernen Blasmusik verbinden zu wollen. Dass er dabei sehr erfolgreich war, lässt sich am zunehmenden Erfolg der Herbstkonzerte ablesen. Allerdings war ein sehr starker Wechsel im Orchester zu bewältigen. Die Gründe dafür sind oben bereits genannt worden. Von 46 Musikerinnen und Musikern im Jahr 1993 sind heute nur noch 20 aktiv, neu hinzugekommen, überwiegend aus der Jugend hineingewachsen sind 16 Musikerinnen und Musiker. .

Eine besondere Gruppe von Aktiven muss eigens erwähnt werden. Es sind Musiker und Musikerinnen, die bei Bedarf abgerufen werden, z. B. um einen kranken Musiker zu ersetzten oder, das ist das wichtigere, das Klangbild einer Aufführung abzurunden, z.B. durch die Kesselpauken oder elektronisch verstärkte Instrumente wie Keyboard, E-Bass oder E-Gitarre. Diese Instrumente sind für rock- und jazzorientierte Stücke von entscheidender Bedeutung. .

Vor allem Filmmusik muss heute als neue und sehr populäre Blasmusik angesehen werden. Auch sie ist meist mit Rockelementen versehen und wirkt nur, wenn ein Blasorchester dem Originalklang möglichst nahe kommt. Fast jeder hört täglich Musik, immer von Profis gespielt, also perfekt dargeboten und auch noch durch die Schneidetechnik optimiert. Auf solche Hörgewohnheiten muss auch ein Laienorchester Rücksicht nehmen, sonst bleibt der Erfolg aus. Voraussetzung für alles aber ist die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen, die seit mehreren Jahren dreistufig aufgebaut ist.

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Dreistufiges Ausbildungskonzept

Erste Stufe: die Flötengruppen

1994 machte die Jugend einen neuen Anfang und gründete wieder eine Flötengruppe. Damit gab man den Kindern vom ersten Schuljahr an Gelegenheit, eine musikalische Ausbildung zu beginnen. Andrea Jakob gestaltet ganz hervorragend diese so überaus wichtigen ersten musikalischen Schritte, in denen spielerisch das Notenlesen sowie das Flötespielen erlernt und auch gemeinsam gesungen wird. So lernen die Kinder die Grundbegriffe des Musizierens. Andrea Jakob erweist sich seit vielen Jahren als beliebte und versierte und daher sehr erfolgreiche Lehrerin.

Zweite Stufe: Einzelunterricht und Ausbildungsorchester

Sind diese ersten Schritte getan, wählen sich die Kinder ein „großes“ Instrument aus. Bei einem Besuch im Jugendorchester probieren sie, was ihnen gefällt, lassen sich von anderen beraten und versuchen schon einmal, ob sie dem Wunschinstrument bereits Töne entlocken können. Ist das richtige gefunden, stellt der Verein eine Ausbilderin oder einen Ausbilder bereit, der nun im Einzelunterricht praktische und theoretische Grundkenntnisse auf dem neuen Instrument vermittelt.

Nun beginnt die Zeit des Übens. Schon bald kann man in das Ausbildungsorchester aufsteigen. Hier wird unter der Leitung von Claudine Fischer das gemeinsame Musizieren erlernt. Und quasi ganz nebenbei erfährt man, dass es Spaß macht, mit anderen zusammenzuspielen, sogar mehrstimmig etwas aufzuführen.

In der Herbstfreizeit wird dann alles noch intensiver betrieben, aber auch das Gesellige gepflegt. Wer sich gut versteht, kann auch gut und harmonisch klingen. Diese Freude hilft den Kindern und Jugendlichen, über Frustrationen hinwegzukommen, wenn sich der Erfolg doch nicht so schnell wie gewünscht einstellt.

Dritte Stufe: Jugendorchester und D 1 Prüfung

Im Ausbildungsorchester hat der Nachwuchs alles gelernt, was man braucht, um ins Jugendorchester zu kommen. Damit beginnt die dritte Stufe der Ausbildung. Noch immer geben erfahrene Musikerinnen und Musiker aus den eigenen Reihen, aber auch studierte Musiklehrer, Einzelunterricht. Andrea Hunkel, Dirigentin des Jugendorchesters, kann nun schon auf recht erfahrende Kräfte zurückgreifen, die auch bereits im Großen Orchester mitspielen. Sie geben dem ganzen einen festen Rahmen und die nachrückenden ganz frischen Anfänger können sich dann an ihnen orientieren und erzeugen schon einen richtig gutes Klangbild. Bei Auftritten am Markttag, einer regelmäßig stattfindenden Matinee oder beim Muttertagskonzert, auf dem alle Rödermärker Jugendorchester aufspielen, bietet sich dann die Gelegenheit, sein ganzes Können zu zeigen.

Natürlich wird auch theoretisches Wissen vermittelt und geprüft. Denn am Ende dieser Ausbildungsphase steht in der Regel die D1 Prüfung, die der Hessische Musikverband abnimmt. In einer theoretischen und praktischen Prüfung muss man demonstrieren, was man gelernt hat. Alle Nachwuchsmusiker, die heute im Großen Orchester mitspielen, haben diese Prüfung meist mit hervorragendem Erfolg abgelegt.

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Großes Orchester - Konzertorchester

Alle Anstrengungen laufen darauf hinaus, in das Große Orchester aufgenommen zu werden. Dort beginnt alles neu. Vielleicht hat eine Jugendliche oder ein Jugendlicher schon mal auf einem Ständchen mit den Großen mitgeblasen. Aber nun geht es anders zur Sache. Schnelles Tempo, ganz neue Stücke, schon wieder wird unterbrochen; bei welchem Takt soll angefangen werden? Jetzt auch noch die ganze Gruppe erst einmal alleine! Plötzlich gerät man ganz schön ins Schwitzen. „Sie legen Stücke auf, die sie schon hundert Mal gespielt haben und ich habe die Noten noch nie gesehen.“ So ähnlich wird es jedem am Anfang in der Orchesterprobe ergangen sein.

Allmählich findet man sich zurecht, man weiß, bei welchem Takt aufgehört wurde bzw. wo man gerade hätte spielen sollen. Dann beherrscht man das erste Stück einigermaßen, andere Stücke folgen. Es geht immer besser und schließlich spielen die Neuen ihr erstes Herbstkonzert. Damit nicht genug. Irgendwann will der Dirigent eine besondere Leistung sehen und hören, z.B. ein Solo. Wieder beginnt das Herzklopfen, die Aufregung, der trockene Mund. Hundert Mal fehlerlos geübt und vorgespielt und beim Auftritt ...

„Das nächste Mal wird es perfekt!“ sagt jemand mit etwas Mitleid in der Stimme oder - das ist häufiger der Fall - das Publikum klatscht begeistert. Ist das nun das Ende aller Träume? Weit gefehlt! Da gibt es noch Bezirks- oder Landesblasorchester, in denen mitgespielt werden kann, die Big-Band „Seven-Eleven“, Tanz- oder Rockmusikkapellen, die Mitgliedschaft in den Musikcorps der Bundeswehr oder auch ein Musikstudium. Alle genannten Institutionen besuchten Musikerinnen und Musiker, die ihre ersten musikalischen Schritte als Mitglieder des Musikvereins 03 getan haben.

Alle Anstrengungen laufen darauf hinaus, in das Große Orchester aufgenommen zu werden. Dort beginnt alles neu. Vielleicht hat eine Jugendliche oder ein Jugendlicher schon mal auf einem Ständchen mit den Großen mitgeblasen. Aber nun geht es anders zur Sache. Schnelles Tempo, ganz neue Stücke, schon wieder wird unterbrochen; bei welchem Takt soll angefangen werden? Jetzt auch noch die ganze Gruppe erst einmal alleine! Plötzlich gerät man ganz schön ins Schwitzen. „Sie legen Stücke auf, die sie schon hundert Mal gespielt haben und ich habe die Noten noch nie gesehen.“ So ähnlich wird es jedem am Anfang in der Orchesterprobe ergangen sein.

Allmählich findet man sich zurecht, man weiß, bei welchem Takt aufgehört wurde bzw. wo man gerade hätte spielen sollen. Dann beherrscht man das erste Stück einigermaßen, andere Stücke folgen. Es geht immer besser und schließlich spielen die Neuen ihr erstes Herbstkonzert. Damit nicht genug. Irgendwann will der Dirigent eine besondere Leistung sehen und hören, z.B. ein Solo. Wieder beginnt das Herzklopfen, die Aufregung, der trockene Mund. Hundert Mal fehlerlos geübt und vorgespielt und beim Auftritt ...

„Das nächste Mal wird es perfekt!“ sagt jemand mit etwas Mitleid in der Stimme oder - das ist häufiger der Fall - das Publikum klatscht begeistert. Ist das nun das Ende aller Träume? Weit gefehlt! Da gibt es noch Bezirks- oder Landesblasorchester, in denen mitgespielt werden kann, die Big-Band „Seven-Eleven“, Tanz- oder Rockmusikkapellen, die Mitgliedschaft in den Musikcorps der Bundeswehr oder auch ein Musikstudium. Alle genannten Institutionen besuchten Musikerinnen und Musiker, die ihre ersten musikalischen Schritte als Mitglieder des Musikvereins 03 getan haben.

In der Regel werden die geschilderten Stufen der Ausbildung durchlaufen und man wird Mitglied des Großen Orchesters. Das hat sich schon viele Male so abgespielt. Tatsächlich wird hier ein Merkmal moderner Blasmusik erkennbar. Alle Musikerinnen und Musiker eines großen Blasorchesters sind zunächst natürlich Mitglieder im ganzen Ensemble, dann ist jeder Mitglied in seinem Register. Das sind alle, die das gleiche Instrument spielen, die Klarinetten, die Saxophone, die Posaunen, Trompeten, das große Blech. Dann aber, so das Konzept, muss eigentlich jeder in der Lage sein, auch einmal alleine ein Solo zu bewältigen. Neue Kompositionen für Blasorchester oder aktuelle Arrangements sind fast alle darauf ausgerichtet, neben dem Gesamtklang auch Solisten zu präsentieren. Das ist wohl der Einfluss des Jazz, dessen Big-Bands ja immer ein Wechselspiel zwischen Orchester und einem oder mehreren Solisten inszenieren.

So konnte man sich daran machen, auch den letzten Entwicklungsschritt zu wagen, den Schritt in die symphonische Blasmusik und damit hin zur Programmmusik. Symphonische Blasmusik wird schon länger in Musikvereinen praktiziert. Aber hier sind Originalkompositionen gemeint, die speziell für Blasorchester erstellt wurden. Vor allem holländische Komponisten bieten Stücke an, die der Musikverein 03 bereits mehrfach zur Aufführung gebracht hat: „Utopia“ und Festa Paesana“ von Jacob de Haan, die „New York Ouvertüre“ von Kees Vlak, „Songs of Sailor and Sea“ von Robert W. Smith, „Orientexpress“ von Philipp Spark und „Ashes“ von Chuck Elledge, das den Waldbrand musikalisch in Szene setzt. Erstaunlicherweise fand das Publikum bei einer Abstimmung im Jahr 2000 ausgerechnet das musikalisch schwierigste Stück im Programm als das beeindruckendste, nämlich die Filmmusik zu „Star Wars“ von John Williams. Das bestätigte alle, die diesen Weg als die Zukunft der Blasmusik erkannt zu haben glaubten. Somit scheint es auch berechtigt, die Formation, die solches zur Aufführung bringt, als Konzertorchester zu bezeichnen.

Auch die anspruchsvollere Unterhaltungsmusik wird nun Teil des Repertoires. Seit 1998 bestreitet das Große Orchester und nicht mehr eine eigens zusammengestellte Big-Band auch den zweiten Teil des Herbstkonzerts. Swing- und Rockstücke stehen ebenso auf dem Programm wie lateinamerikanische Rhythmen. Sogar Festauftritte wie z. B. beim Schützenwaldfest oder bei Kolping werden von einem abwechselungsreichen Programm bestimmt, das viele Stilrichtungen präsentiert. Als ein weiteres Beispiel für den Anspruch und die Akzeptanz der Zuhörer kann man unsere erfolgreichen Auftritte auf dem Weihnachtsmarkt in Groß-Umstadt anführen, bei dem unsere „Swinging Christmas“ für einen Zustrom der Besucher sorgte, während diese sich bei traditionellen Weihnachtsliedern eher abwandten.

Im Lauf der Jahre wurden die Darbietungen bei den Herbstkonzerten in der Kulturhalle Ober-Roden immer perfekter. War es 1995 nur ein Schreibmaschinensolo, wurde 1996 in der Kulturhalle zu Friedrich Händels Feuerwerksmusik ein Feuerwerk im Saal veranstaltet. 1999 simulierte man einen mittelalterlichen Marktplatz und spielte von den Emporen ins Publikum. Die musikalische Gestaltung eines Waldbrandes war dann Anlass zur Entwicklung eines professionellen Programms zu einer stimmungsvollen Beleuchtung. Schließlich gelang es 2002 kurze Ausschnitte aus dem Originalsound der Rocky-Horror-Picture-Show herauszuschneiden und passgenau in die Halle einzuspielen. Das Orchester griff den Sound auf und bot so eine realistisch dem Original nahe kommende Atmosphäre, die die Besucher begeistert aufnahmen.

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Ausbildung der Ausbilder

Der Dirigent des Großen Orchesters kümmert sich auch darum, dass das einheitliche Ausbildungskonzept tatsächlich durchgehalten und realisiert wird. In Fortbildungsseminaren werden pädagogische Prinzipien erarbeitet, Informationen zur Atemtechnik, Instrumentenkunde und Rhythmik sowie praktische Tipps zur Umsetzung mit Notenbeispielen und Übungen ausgetauscht, die dem einzelnen Ausbilder helfen, erfolgreich mit seinen Schülern voranzukommen. 2002 ist von den Dirigenten ein Leitbild der Ausbilder verabschiedet worden, das jedem eine einheitliche Orientierung an die Hand gibt und dafür sorgen soll, dass dem hohen Qualitätsanspruch unseres Ausbildungskonzeptes Rechnung getragen wird. In enger Zusammenarbeit werden musikalische Projekte abgestimmt und die Herbstfreizeit geplant. Die Jugendleiterin nimmt dabei eine zentrale Position ein; sie koordiniert die Verwaltungstätigkeiten und führt viele Gespräche mit den Eltern. Dabei geht es um Schwierigkeiten, aber auch oft darum, wie man eine gemeinsame Feier vorbereitet, die Weihnachtsfeier oder eine Matinee.

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Leitbild der Ausbilder

Was wollen wir in der Ausbildung erreichen?

  • Musikerinnen und Musiker ausbilden, die sowohl gute theoretische als auch praktische Kenntnisse an ihrem Instrument besitzen
  • Bei Auszubildenden und Eltern Interesse am Vereinsleben wecken
  • Die Funktionsfähigkeit des Großen Blasorchesters sichern
  • Junge Menschen für unser Hobby begeistern
  • Was zeichnet uns besonders aus?

    • Moderner Unterricht
    • Gute und kompetente Ausbilderinnen und Ausbilder
    • Engagement im Unterricht
    • Wir sehen uns als Multiplikatoren in Sachen Vereinsarbeit und treten für die Vereinsinteressen aktiv und engagiert ein
    • Wie wollen wir es erreichen?

      • Durch Kompetenz
      • Durch Weiterbildung
      • Durch modernen und abwechslungsreichen Unterricht
      • Durch Interesse an der Vereinsarbeit
      • Wie gestalten wir unsere Zusammenarbeit?

        • Durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Ausbilderinnen, Ausbilder und Dirigenten
        • Wir informieren uns frühzeitig
        • Was erwarten wir von unseren Schülerinnen und Schülern?

          • Einen offenen Dialog
          • Einen pfleglichen Umgang mit dem Vereinsinventar
          • Eine aktive Begleitung des Unterrichtes
          • Engagement, wenn es um Vereinsinteressen geht
          • Das Ausbilderteam

              Das Ausbilderteam wird nach einer Umstrukturierung neu zusammengestellt.

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